Kilimanjaro

Auf den Kilimanjaro | Marangu Route | 1 Woche | 1895€

Der mächtige Kilimanjaro, mit seiner schneebedeckten Kuppe, ist der höchste Berg Afrikas.

Er befindet sich im Norden Tansania’s. Durch Regenwald, Heideland und über felsige Höhen geht es auf dieser Trekkingreise zum Gipfel des Kilimanjaro.

Ist man erst einmal oben, wird man durch einen atemberaubenden Ausblick über die weite Landschaft belohnt.

Der Aufstieg ist allerdings nicht ganz einfach und man sollte schon etwas geübt in Bergstrecken sein. Schließlich befindet man sich am Gipfel angekommen in einer Höhe von 5.895 Meter.

Es gibt zwei verschiedene Routen auf den Kilimanjaro. Die Marangu Route und die Machame Route.

 

Wir stellen hier die etwas leichtere davon vor, die Marangu Route:

Bei Ankunft am internationalen Flughafen Kilimanjaro erfolgt zuerst ein Transfer nach Moshi ins Parkview Hotel. Moshi ist die Hauptstadt der Region Kilimanjaro und befindet sich am Südhang des Berges. Hier ist eine Übernachtung zur Aklimatisierung und Vorbereitung auf die Wanderung geplant.

Kilimanjaro

Blick aus der Stadt Moshi auf den Kilimanjaro.

Photo by Ruud Zwart from Netherlands under Creative Commons Attribution Share-Alike 2.5 Netherlands License

Am nächsten Morgen fahren wir zum Marangu Gate im Kilimanjaro Nationalpark. Die Fahrt dauert ungefähr 50 Minuten und geht durch das Marangu Dorf, welches sich an den unteren Hängen des Kilimanjaro’s befindet.

Am Marangu Gate werden die Einreise-Formalitäten erledigt und die Wanderer bereiten sich auf den Aufstieg vor.

Jeder Wanderer bekommt zwei Träger zugeteilt, die sich um das Gepäck kümmern, es sortieren und für die Wanderung zusammen packen. Die Träger transportieren auch Wasser, Verpflegung und Geschirr und das Gas fürs Kochen unterwegs. Auch die meisten Ihrer persönlichen Sachen können Sie einem Träger überlassen.

Dinge, die man während der Wanderung benötigt, wie z.B. Getränke oder etwas zu Essen für zwischendurch, behält man am besten bei sich, da die Träger sehr viel schneller als die Wanderer selbst aufsteigen.

Die Tour Guides kann man jederzeit um Rat und Hilfe fragen.

 


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1. Teilstrecke:  MANDARA   HÜTTE

Und dann kann es auch schon los gehen. Wir wandern auf einem moosbewachsenen Bergpfad durch den mit Nebelschwaden durchzogenen Regenwald wo wir die Fauna und Flora der Kilimanjaro Region erleben. Die erste Wanderung dauert ca. 4 Stunden für etwas mehr als 8 Kilometer .

Diese erste Teilstrecke führt zur Mandara Hütte, eine Gruppe von A-förmig gebauten Hütten auf einer Waldlichtung. Jede dieser Hütten hat 6-8 einfache Schlaf-Betten mit Solarlicht.

Insgesamt 60 Wanderer können hier übernachten.

Das Wasser kommt aus nahe liegenden Quellen und es gibt sogar Spül-Toiletten hinter der Haupthütte. Das Abendessen wird von einem Koch zubereitet und gemeinschaftlich serviert.

In der Mandara Hütte befinden wir uns bereits auf 2.765 m Höhe.

 

HOROMBO  HÜTTE

Am nächsten Tag wandern wir weiter bis zur Horombo Hütte in etwa 3.790 m Höhe.

Für diese Teilstrecke brauchen wir rund 6 Stunden für knapp 12 Kilometer Weg. Wir wandern von der Mandara Hütte erst noch durch eine kurze Strecke Wald, danach führt der Weg vorbei am Maundi Crater und geht dann über vom Regenwald in Moorland.

Am Maundi Crater lohnt es sich bei klarem Wetter einen Abstecher an dessen Rand zu unternehmen. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Kibo Crater. An einem klaren Tag schimmert der Kibo in der Ferne und zeigt seine majestätischen Gletscher in der Morgensonne.

Einmal inmitten des Moorlandes angekommen, haben wir Gelegenheit einige der seltensten Pflanzen der Kilimanjaro Region zu bestaunen. Die einheimische Riesen-Lobelie, die an die 3 Meter hoch wird und das Riesen-Geiskraut das um die 6 Meter in den Himmel wächst.

Nach ca. 6 Stunden erreichen wir die Horombo Hütte wo wir uns endlich ausruhen können, Essen serviert bekommen und heißes Wasser zum waschen.

Die Hütte ist ähnlich wie die Mandara Hütte gebaut und befindet sich auf einem grünen Felsplateau.

120 Wanderer können hier verweilen. Hier geht es oft sehr geschäftig zu. Man trifft auf andere Träger, Tourguides und andere Bergsteiger, die bereits wieder am Abstieg sind. Es herrscht eine Atmosphäre von Abenteuer und Aufregung.

Kilimanjaro Trekking

Die Horombo Hütte

Photo by Yosemite unter Creative Commons Attribution Share-Alike 3.0 Unported License

Hier bleiben wir zwei Tage zur Akklimatisierung. Die Horombo Hütte liegt bereits  3.790 m hoch. Wenn Sie sich fit und unternehmungslustig fühlen, können Sie während des Aufenthalts hier eine kleine Wanderung zum Lava Tower unternehmen.

Man sollte viel Wasser trinken und sich langsam bewegen, damit der Körper sich gut an die Höhe anpassen kann. Sämtliche Verpflegung erfolgt in der Hütte. Früh schlafen gehen zahlt sich am zweiten Tag aus.

Kilimanjaro Marangu Route

Zur KIBO  HÜTTE

Heute am 5. Tag steigen wir wiederum über 1000 Meter höher. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Kibo Hütte. Die Wanderung führt uns hier bereits in das alpine Gebiet des Kilimanjaro.

Es gibt zwei Routen die von der Horombo Hütte zum sogenannten „Sattel“ führen, dem Gebiet das die  beiden Gipfel Mawenzi und Kibo verbindet.

Die obere Route gabelt rechts und die untere links. Die obere Route ist etwas schwieriger, sie geht über sehr steinige Landschaft.

Die untere Route ist leichter zu klettern und fast eine Stunde kürzer. Außerdem führt sie an der letzten Wasserstelle in 4.130 m vorbei. Hier wird empfohlen, sich die Wasserflaschen noch einmal gründlich aufzufüllen.

Der Aufstieg zur Kibo Hütte dauert ca. 6 Stunden auf einer Strecke von knapp 10 Kilometer.

Die Hütte ist mitten in der kahlen unwirtlichen Alpinen Wüste des Kilimanjaro erbaut und bietet Platz für 60 Bergsteiger. Es gibt hier kein fließendes Wasser, allerdings kann man im Camp Mineralwasser und Soft Drinks kaufen. Es gibt auch Plattform Toiletten hinter der Hütte.

Von hier aus ist der Gipfel noch 1.195 Meter Höhe entfernt.

Kilimanjaro

Blick vom Kibo Camp auf den Mawenzi Gipfel.

Photo Public Domain

Normalerweise wird der finale Aufstieg noch in der gleichen Nacht gemacht.

Hier auf der Hütte sollten wir also unsere Ausrüstung für den Aufstieg zum höchsten Gipfel des Kilimanjaro’s, dem Uhuru Gipfel, vorbereiten.

Ski-Stock und Thermo-Kleidung sind unerläßlich. Auch nicht vergessen, die Headlamp zu erneuern und die Kamera mit neuen Batterien zu versehen. Und vielleicht noch einige Ersatz-Akkus mitzunehmen. Unser Trinkwasser transportieren wir in einer Thermo-Flasche, da es sonst gefrieren könnte.

Die Bergsteiger legen sich gewöhnlich vor dem Aufstieg zum höchsten Gipfel gegen 19.00 Uhr hin und versuchen zu schlafen und Energie zu tanken. Das gleiche sollten wir auch tun, damit wir das letzte entscheidende Stück noch  ausgeruht genießen können und natürlich vor allem den Gipfel voll und ganz erleben können.

 

Der Aufstieg zum Gipfel UHURU

Gegen 23.30 Uhr wecken uns unsere Guides und es gibt erst einmal heißen Tee und Biskuits, bevor wir uns aufmachen in die Nacht.

Und dann wird es ernst und vor allem anstrengend.

Das erste Teilstück des Weges besteht aus einem steinigen Pfad der zur Hans Meyer Höhle in  5.150 Metern Höhe führt. Hier können wir etwas verschnaufen. Danach geht es in Serpentinen hinauf zum Gillman’s Point am Rand des Kraters in  5.685 Metern Höhe, wo wir einen traumhaften Sonnenaufgang genießen können.

Dieses Teilstück ist allerdings sehr steil mit viel Felsgeröll und es erfordert eine erheblich große physische und mentale Anstrengung. Es ist im Prinzip das schwierigste Stück der ganzen Wanderung.

Ab dem Gillman’s Point wandern wir bereits im Schnee bis zum allerletzten Teil der Route, hinauf zum Uhuru Gipfel, dem höchsten Punkt in Afrika. Bei Erreichen des Gipfels sind wir erstmal völlig erschöpft und müde, aber der Ausblick lohnt sich.

Kilimanjaro

Am Gifpel des Kilimanjaros, dem Uhuru Peak.

Photo Public Domain

Die Dauer des Aufenthalts auf dem Gipfel ist sicherlich wetterbedingt. Bei gutem Wetter und klarer Sicht kann man viele wunderschöne Photos machen und die Aussicht natürlich umso länger genießen.

Nach diesem Gipfel-Erlebnis beginnt der drei-stündige Abstieg zurück zur Kibo Hütte und danach gleich zur Horombo Hütte. Der Abstieg kommt einem sehr viel schneller vor als der Aufstieg. Dennoch ist man für den Abstieg bis zur Horombo Hütte ca. 14 Stunden unterwegs. Hier bleiben wir dann noch einmal eine Nacht.

Auf den Kilimanjaro

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, geht es 6 Stunden abwärts, vorbei an der Mandara Hütte zurück zum Marangu Gate.

Hier ist es ratsam, erstmal seine ganze Ausrüstung durchsehen. Es wird empfohlen, die Träger erst zu bezahlen (Trinkgeld), wenn man sich vergewissert hat, dass alle Sachen gut wieder angekommen sind.

Beim Auschecken am Gate erhalten wir als erfolgreicher Bezwinger des Kilimanjaro natürlich unser Zertifikat. Bergsteiger, die Gillman’s Point erreicht haben, erhalten ein grünes Zertifikat und die jenigen, die es bis ganz hinauf zum Uhuru Gipfel geschaft haben, erhalten ein goldenes.

Nach dem Auschecken am Marangu Gate werden wir zurück nach Moshi in das Parkview Hotel gebracht und haben dort ein gemeinsames Abendessen mit unseren Bergsteig-Kollegen.

Danach dürfen alle nach Herzenslust heiß duschen, feiern und schlafen.

Kontakt

 

 

 

 

 


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Wissenswertes:

Es gibt einen Flying Doctor Service.

Der Zustand der Bergstrecken ist wetterabhängig. Deshalb kann vor Ort entschieden werden, welche Route genommen wird.

Diese Reise ist schon eine kleine Expedition. Man sollte bei guter Gesundheit und Kondition sein.

Die Ausrüstung darf nicht mehr als 18 Kilo betragen.

Man benötigt unbedingt eingelaufene Bergstiefel, Regenmantel und warme Kleidung. Sonnenschutz, Gletscher – Sonnenbrille, eine Wasserflasche, Rucksack und Schlafsack.

Das persönliche Tagesgepäck muss man in einem extra Tages-Rucksack selbst tragen.

Der Rest der Ausrüstung wird von zwei Trägern transportiert.

Die Träger, Bergführer und der Koch erwarten ein Trinkgeld. Es sollten ungefähr 200 USD einkalkuliert werden.

Auf den Kilimanjaro

Reisetermine täglich ganzjährig.

Preise ab 1.895€ pro Person (bei 2 Pers)

Einzelperson ab 2025€

Der Zustand der Bergstrecken ist wetterabhängig. Daher werden Entscheidungen über die Routen durch die Bergführer getroffen.

Diese Reise ist eine Expeditionsreise und Sie sollten dafür bei guter Gesundheit und fit sein.

Es geht in eine Höhe von 5.895 Meter.

Eine ärztliche Versorgung unterwegs ist kaum möglich. Es gibt allerdings einen Flying Doctor Service.

Die Bergführer sprechen Englisch.

 

Verpflegung:

6 x Frühstück

5 x Mittagessen

6 x Abendessen

Getränke  / Wasser, Softdrinks während der Route

 

Eingeschlossen sind auch die Nationalparkgebühren.

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